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2013

 

Wissensmanagement
Die Intelligenz des Fischschwarms mobilisieren

Das Med-Value-Forum "Wissensmanagement im Gesundheitswesen", das am 27.11.2013 in Wien im österreichischen Gesundheitsministerium stattfand, wurde von Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff moderiert.

Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Gesundheitswirtschaft berichteten über praxisrelevante Aspekte des Wissensmanagements. CKM und CKM-Cirkel waren mit drei Themen auf diesem Forum vertreten:

> Professor von Eiff stellte einen Konzeptansatz vor, der die Möglichkeiten
   individuellen und organisatorischen Lernens reflektierte.

> Dennis Haking, wissenschaftlicher Projektleiter am CKM, zeigte wie wichtig
   ein funktionierendes Wissensmanagement bei der Infektionsprävention ist
   und welchen Beitrag Netzwerke zur Infektionsprävention leisten können.

> Dr. Angelika Jansen, Mitglied des Vorstandes des CKM-Cirkels, berichtete
   über die Verbindung von CIRS sowie Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen
   zum Transfer und Speicherung von Wissen aus realen klinischen Fällen.

Weitere Referenten waren:

> Dr. Helmut Willke
> Robert Sieber
> Anton J. Schmidt
> Mag. Christian Bauer
> Prof. Dr. Maximiliane Wilkesmann
> Dr. Bernd Simon

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Ergebnisse und Erkenntnisse: 12-Punkte-Programm zum Wissensmanagement
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Centrum für Krankenhaus-Management
auf der Medica 2013

Das Centrum für Krankenhaus-Management war in diesem Jahr auf dem Jahreshauptkongress der DGFM e.V. unter dem Titel "Qualität und Kommunikation" mit Fachvorträgen und einer Posterausstellung vertreten.

> Professor von Eiff referierte zum Thema
   Patientensteuerung und Pay-for-Performance.

> Christine von Eiff berichtete über Ergebnisse und Erkenntnisse ihrer Studie
   zum Thema Mergers & Acquisitions im Krankenhausbereich.

> Dennis Haking erörterte die aktuelle Situation sowie die Perspektiven im
   MRSA-Management und griff hierbei auch auf internationale Trends zurück.

> Dr. Angelika Jansen zeigte die Ergebnisse der Umsetzung eines
   interdisziplinären Notfalltrainings im St. Antonius-Hospital Gronau. Dieses
   Projekt wird wissenschaftlich vom Centrum für Krankenhaus-Management
   begleitet.

> Wilhelm Schleibach stellte aktuelle Reforminitativen im englischen
   Gesundheitssystem NHS und ihre Übertragbarkeit aufs deutsche
   Gesundheitssystem zur Diskussion.

Weitere Referenten waren:

> Horst Defren
> Thomas Jäschke
> Christian Thielscher

In den Pausen konnten sich die Besucher der Konferenz in die Posterausstellung begeben um dort die Ergebnisse verschiedener Projektarbeiten des CKM zu begutachten.


Herausforderung Personalmanagement

Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff moderiert die 7. Jahreskonferenz für modernes Personalmanagement am 07. November 2013 in Berlin.

In dieser Konferenz geht es um den Spagat zwischen

> steigenden Anforderungen an das medizinische Versorgungssystem,
> Generation-Y-Phänomen,
> Finanzierungsgrenzen und
> ethischen Handlungsleitlinien.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist der Vortrag von Shriley Rigi (Phoenix Health Hospital Group), die über ihre Erfahrungen mit dem Magnet Nursing Program berichtet.


Medica 2013

Krankenhaus-Management
zwischen Qualität und Kosten

Am 20.11.2013 (ab 14:30 Uhr) veranstaltet die DGFM (unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Christian Thielscher, FOM Essen) ein interessantes wissenschaftliches Programm zu den Themenbereichen

> Mergers and Acquisitions von Krankenhäusern
> Qualitätsmanagement
> International Hospital Management und
> Kommunikation.

Professor von Eiff hält im Rahmen dieser Veranstaltung einen Vortrag zum Thema "Patientensteuerung und Pay-for-Performance" und berichtet damit auszugsweise aus seinem im Auftrag der Bundes-AOK erstellten Gutachten "Qualitätsorientierte Patientensteuerung".

Das Programm:

 

I. Qualitätsaspekte im Krankenhaus

 

Christine v. Eiff / Andreas Goldschmidt: Mergers & Acquisitions im Krankenhausbereich: Ergebnisse und Erkenntnisse aus einer empirischen Studie

 

Wilfried v. Eiff: Patientensteuerung und Pay-for-Performance

 

Horst Defren: Qualität schaffen durch Spezialisierung

 

Dennis Haking / Wilfried v. Eiff: MRSA-Management im internationalen Vergleich: Situation und Perspektiven

 

Angelika Jansen / Wilfried von Eiff / Dennis Haking: Notfalltraining in der Klinik: Eckpunkte eines interdisziplinären Schulungskonzepts

 

II. Internationale Aspekte

 

Wilhelm Schleibach: Do You Dare to Change: Opportunities and Threats of the NHS Reform Initiatives - an Orientation for the German Healthcare System?

 

III. Kommunikation

 

Thomas Jäschke: Online Reputation Management und Social Media Policies

 

Christian Thielscher: Aktuelle Forschungsprojekte der DGFM und der FOM

 


Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff
Referent und Moderator
auf dem 12. Europäischen Gesundheitskongress
am 10. und 11. Oktober 2013 in München

In der Session "Krankenhäuser einfach noch besser machen - Qualität, Patientensicherheit und Wirtschaftlichkeit ausgewogen berücksichtigen" unter Leitung von Anton Schmidt (Vorstandsvorsitzender der P.E.G.) referierte Professer von Eiff zum Thema "Ganzheitliches Beschaffungsmanagement".

Im Rahmen des Europäischen Reha-Kongresses leitete Professor von Eiff die Session "Berufliche Reha-Theorie und Erfahrungen".

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Weitere Informationen zum Thema Rehabilitation
HuC_von_Eiff_29153_7946_Entlassungsmanag
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Teilnahme des CKM an der EHMA Annual Conference
26.-28.06.2013, Mailand

 

Im Rahmen der diesjährigen Konferenz der European Health Management Association (EHMA)26.06. – 28.06.2013 in Mailand hat Fr. Dr. Angelika Jansen, MBA zwei Beiträge vorgestellt.

In der Session „Best Practice in Management“ referierte Fr. Dr. Jansen zum Thema „Change Management in Daily Clinical Routine“.

Grundlagen ihrer Ausführungen bilden eigene, klinische Erfahrungen im Umgang mit Critical incident reporting systems (CIRS). Die anonyme Meldung von Beinahe-Zwischenfällen und unerwünschten Ereignissen durch Mitarbeiter im klinischen Alltag führt in der Regel dazu, bisherige Vorgehensweisen und Prozessabläufe zu hinterfragen und bietet die Chance, gemeinsam mit den Mitarbeitern vor Ort Optimierungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Die im Team entwickelten Lösungen können in die bestehenden Prozess- und Organisationsstrukturen einfließen und die grundsätzliche Veränderungsbereitschaft auf Seiten der Mitarbeiter und auf Seiten der Organisation belegen. Gleiches gilt für Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen, in denen, wie anhand von praktischen Beispielen gezeigt wird, durch strukturiertes Vorgehen die Möglichkeit einer kontinuierlichen Optimierung klinischer Behandlungs- und Prozessabläufe besteht.

 

In der Session „Patient empowerment“ hat Fr. Dr. Jansen einen Beitragunter dem Titel„Patient Involvement – Marketing factor and motor for quality and process-efficiency“ vorgestellt.

Grundlage des Vortrages ist die in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Krankenhaus-Management (Universität Münster) erfolgte urologisch- anästhesiologische Projektarbeit im St. Antonius-Hospital Gronau zur roboterassistierten radikalen Prostatektomie. Mit dem Ziel einer Risikominimierung ist bezogen auf das anästhesiologische Vorgehen ein Patientenfragebogen entwickelt und evaluiert worden, der im klinischen Alltagals Adjuvans zur frühzeitigen Erfassung eines kardialen Risikos genutzt wird.

 


Mehr Zufriedenheit mit dem Essen in der Gemeinschaftsversorgung

Dr. Gesa Schönberger
(Dr. Rainer Wild-Stiftung für gesunde Ernährung, Heidelberg)

Die Zufriedenheit mit dem Essen ist für viele Menschen ein Faktor, der eng mit Lebensqualität und Wohlbefinden verbunden ist. Das bedeutet, dass es für sie nicht nur wichtig ist, was sie essen, sondern auch wann, wo, wie, warum und mit wem. Dies schließt neben Essatmosphäre und Raum auch die Mahlzeitenrhythmik, die zur Verfügung stehende Zeit, die anwesenden Personen und deren Beziehung zueinander, den Grad der Selbstbestimmung und vieles mehr ein. Neben der körperlichen Gesundheit des Menschen tritt damit auch die persönliche Befindlichkeit in das Blickfeld.

Wenn auch die Zufriedenheit mit dem Essen selbst im Privaten nicht immer erzielt werden kann, so ist es doch sinnvoll gerade in der Gemeinschaftsverpflegung ein besonderes Augenmerk darauf zu legen. Besonders bei alten und kranken Menschen, die in Gemeinschaftseinrichtungen leben oder dort zeitweise untergebracht sind, fördert die Zufriedenheit mit dem Essen Lebensqualität und persönliches Wohlbefinden und unterstützt Gesundheit und Heilungsprozess. Auch wenn die Dr. Rainer Wild-Stiftung sich nicht explizit mit sozialen Einrichtungen beschäftigt, hat sie doch sehr gerne dieses Geleitwort übernommen – denn Lebensqualität, Wohlbefinden, Genuss und Geschmack sind für sie wichtige Themen. Sie fordert alle Verantwortlichen für das Essen in Krankenhäusern, Reha-Kliniken, Pflege- und Seniorenheimen – an die sich dieses Buch richtet – auf, die Zufriedenheit der Essensgäste stärker als bisher zu berücksichtigen.

 

Zwischen Kostendruck und Qualitätsanspruch

Das deutsche Sozial- und Gesundheitswesen unterliegt einem großen wirtschaftlichen Druck. Soziale Einrichtungen, wie Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Pflege- und Seniorenheime stehen in lokaler und überregionaler Konkurrenz. Kosteneffizienz ist nicht ihr einziges Ziel, aber heute immer wichtiger. Der Küche einer sozialen Einrichtung steht nur ein kleiner Anteil des Gesamtbudgets des Hauses zur Verfügung. Für Krankenhäuser liegen die Ausgaben für Lebensmittel pro Tag zwischen 2,40 und 7 Euro (Daten aus 2005/2006). Kostensenkung kann eine Lösung sein, aber – gerade mit Blick auf die Behauptung gegenüber der Konkurrenz – auch eine Steigerung der Attraktivität. Schließlich geht man heute nicht mehr in das nächstgelegene Krankenhaus, Kurhaus oder Seniorenheim, sondern informiert sich zunächst ausführlich und wählt dann gezielt aus.

Wenn es um Attraktivität geht, ist es nicht verwunderlich, dass sich gerade das Essen anbietet. In vielen Fällen und von vielen Häusern wird dies jedoch gar nicht gesehen. Im Gegenteil, das Essen, die Ernährung ist inzwischen in manchen Häusern soweit dem Rotstift und der Rationalisierung zum Opfer gefallen, dass mancher dort wohnende Gast oder mancher entlassene Patient kein gutes Haar daran lässt. Man ist froh, „wieder raus“ zu kommen, denn das Essen, ja das Essen …

Das muss nicht so sein. Schließlich gibt es seit Herbst 2011 Qualitätsstandards für die Verpflegung in Krankenhäusern und ebensolche für die Verpflegung in Rehabilitationskliniken, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die Qualitätsstandards bieten eine klare Orientierung für die ernährungsphysiologische Qualität des Essens, die – unbestreitbar – immer wieder weit hinter dem Möglichen zurückbleibt. Außerdem benennen die Qualitätsstandards erstmals auch solche Kriterien, für die es zwar (noch) keine nachweisbaren gesundheitlichen Effekte gibt, die jedoch auf die Zufriedenheit der Essensteilnehmer zielen: Essatmosphäre, Essenszeiten, Raum und Essplatz – also das wann, wo, wie und mit wem.

Eine Studie des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der Universität Freiburg befragte 1500 Patienten sowie 25 Krankenhausverwaltungen über die Qualität der Krankenhausverpflegung.
Sie ergab, dass das Essen in der Summe als zerkocht, fade und zu salzig bezeichnet, insgesamt jedoch überwiegend als gut beurteilt wurde. Dieses für die Autoren überraschende Ergebnis führte zu der Vermutung, dass sich gerade solche Häuser beteiligt hätten, die eine besonders gute Speisenversorgung anbieten. Das ist möglich. Es kann jedoch ebenso sein, dass viele Befragte in der Tat einigermaßen zufrieden sind. Wenn man die Ergebnisse näher betrachtet, fanden sich viele Widersprüche wie „zu viel“ und „zu wenig“, „zu heiß“ und „nur lauwarm“, „zu wenig Fleisch“ und „zu selten vegetarisch“ oder „zu sehr verkocht“ und „zu wenig durchgekocht“. Das gleiche Essen in verschiedenen Häusern serviert, wurde außerdem ganz unterschiedlich beurteilt. Einen Grund dafür konnte die Studie nicht nennen. Vermutet werden kann jedoch wiederum: Das was hängt mit dem wann, wo, wie und mit wem zusammen.

 

Hohe Erwartungen und divergierende Ziele

Alle an einer sozialen Einrichtung beteiligten Personengruppen haben ganz spezielle Erwartungen an das Essen. Die Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen ebenso wie die Patienten in Krankenhäusern legen beispielsweise Wert auf Geschmack, Auswahlmöglichkeiten, auf Selbstbestimmung der Mengen und auf freundlichen Service. Für Pflegekräfte und Stationsbetreuer sind ein reibungsloser Ablauf, ein überschaubarer Aufwand und die mögliche Rationalisierung ihrer Aufgaben zentral. Ärzte wiederum sehen Therapie, Prävention und Umsetzung von Standards für wichtig an. Die Verwaltung schließlich muss auf die Kosten und die innerhäusliche Ablauforganisation ebenso wie auf das Ansehen des Hauses in der Öffentlichkeit achten.

Heilungserfolg, Prävention, Gesundheitserziehung, Vorbildfunktion – man könnte das Essen in sozialen Einrichtungen mit vielen Zielen belegen. Manchem erscheint dies übertrieben, besonders dann, wenn die Aufenthaltsdauer nur kurz ist. Gerade für Präventionsanstrengungen gilt, dass sie nur langfristig erfolgreich sind. Anders sieht das bei kontinuierlicher Versorgung von Menschen durch eine zentrale Küche aus. Hier ist es gebotene Pflicht auf eine hohe Qualität der Verpflegung zu setzen, denn hier gilt der Umkehrschluss: Eine ungesunde Ernährung ist in jedem Fall kontraproduktiv.

Dass die Qualität des Essens den Behandlungserfolg unterstützt, wird heute allgemein angenommen. Welche Rolle die Essensqualität für die Steigerung der Attraktivität und die Beurteilung einer Einrichtung durch Patienten und Bewohner spielt, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt. So kam eine große Studie gesetzlicher Krankenkassen Ende 2012 zu dem Ergebnis, dass das Essen weniger wichtig sei und nicht bestimmend für die Wahl des Krankenhauses. Etwas anders sieht das die Mehrzahl der in der zitierten Freiburger Studie befragten Verwaltungen, für die die Qualität des Essens durchaus auch ein Marketingfaktor sein kann. Die Herausgeber dieses Buches zeigen außerdem, dass die Zufriedenheit mit dem Essen eng mit der Zufriedenheit mit dem Aufenthalt verbunden ist.

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Weitere Forschung zu diesen Fragen könnte hier mehr Klarheit schaffen. Doch ungeachtet dessen bleibt eines unbestreitbar: im Mittelpunkt allen Bestrebens steht der Mensch. Der Mensch in der Gemeinschaftsverpflegung ist abhängig von dem Angebot, das sich ihm bietet, meist sogar von einer Küche mit Monopol. Das Essen ist für ihn ein wiederkehrender fixer Punkt im Tagesablauf. Es strukturiert den Tag und hilft der zeitlichen Wahrnehmung – wenn es Mittagessen gibt, muss es offensichtlich schon Mittag sein. Essen ist für viele ein Ereignis, eines das teilweise sehnsüchtig erwartet wird. Je höher die Erwartungen, je größer die Vorfreude, desto größer die Enttäuschung und das Gefühl von Abhängigkeit, wenn es dann nicht schmeckt. Dies betrifft nicht nur die vielen medizinischen Indikationen, die eine besondere Diät erfordern; nicht die Mangelernährung, nicht die gastro-enterologischen Fälle, sondern auch die Menschen, die Erkrankungen ohne unmittelbaren Bezug zum Essen haben – ein gebrochenes Bein, eine Herz-Operation, ein Hautleiden. Ob es schmeckt kann jeder Mensch beurteilen – viel besser als die Therapie, die Behandlung und den Ablauf der Prozesse. Das Essen ist vielfach (nahezu) das einzige, was jedermann beurteilen kann.

Der Aufenthalt besonders in Krankenhäusern und Reha-Kliniken ist kulinarisch gesehen eine Ausnahmesituation, in der keine Selbstbestimmung wie zu Hause möglich und das Ambiente „ganz anders“ ist – eine Ausnahmesituation, die im Fall des Senioren- oder Pflegeheimes zu einem Dauerzustand werden kann. Für die mit der Speisenverpflegung betrauten Beschäftigten von sozialen Einrichtungen ist es deshalb nicht leicht, es den Bewohnern recht zu machen. Zudem hat jeder Mensch andere Erwartungen, die aus seinen Gewohnheiten, seiner Kultur oder auch seinen persönlichen Erlebnissen entstanden sind. Der Grad seiner Sonderwünsche, persönliche Vorlieben und Abneigungen bestimmen mit, ob er sich mit dem angebotenen Essen arrangieren kann. Hier kollidiert die Individualität des Menschen mit einer Einrichtung, die nicht über individuelle, sondern über generalisierte Maßnahmen und Abläufe funktioniert. Viele Erwartungen können nicht und werden nicht erfüllt, denn jeder Bewohner, jeder Patient hat andere.

Zwischen diesen beiden Polen – das Essen kann und wird jeder beurteilen und dennoch wird man es nicht jedem recht machen können – bewegt sich unsere Forderung: Nämlich dass sich Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung und insbesondere die, die im Gesundheitswesen tätig sind, der Zufriedenheit mit dem Essen stellen sollten. Sie sollten sich zunächst fragen, ob sie Möglichkeiten sehen, die Zufriedenheit ihrer Bewohner und Gäste zu berücksichtigen. Sie könnten beispielweise die Kommunikation rund um die Prozessabläufe verbessern. Sie könnten ein System aufbauen, das vereinzelt auf individuelle Wünsche einzugehen vermag. Sie könnten immer wieder nachfragen, ob eine einmal getroffene Wahl auch noch nach Tagen gilt. Dies kann bereits helfen, die vielen einigermaßen Zufriedenen zufriedener zu machen und den Unzufriedenen das Gefühl zu vermitteln, dass man sich um sie bemüht.

Denn der dafür notwendige Sachverstand ist in den meisten Häusern vorhanden. Die Küchen sind gut ausgestattet und das Personal in der Regel gut geschult. Vielfach gibt es ernährungsbeauftragte Ärzte, teilweise auch Ernährungsteams. Und dennoch sind manche Küchen noch immerdas Kellerkind des Hauses. Beispielsweise dann, wenn der Prozessablauf rund um die Speisenversorgung schon lange nicht mehr intern revidiert wurde oder wenn die Patienten resp. die Bewohner selbst wenig Einfluss auf die Prozesse nehmen können. Probleme bestehen auch dann, wenn zwischen den beteiligten Berufsgruppen (Bsp. Küche – Station) nur ein Minimum an Dialog herrscht oder das Management des Hauses in die Prozesse der Speisenversorgung kaum eingebunden ist.

Das Speisemanagement in der Gemeinschaftsverpflegung ist keine einfache Aufgabe, es ist nicht mit geringem Budget und auch nicht ohne klare Zielvorgaben zu bewältigen – das zeigt dieses Buch. Möge es den Beschäftigten und Verantwortlichen vieler sozialer Einrichtungen in der Ausübung ihrer Aufgaben eine Hilfe sein, möge es bewährte Maßnahmen und Prozessabläufe aufzeigen und schrittweise Verbesserungen anstoßen.

Wir wünschen diesem Buch eine breite Rezeption und einen guten Absatz – zum Wohl und für eine steigende Zufriedenheit all derer, die gemeinschaftlich verpflegt werden.


Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um das Geleitwort zu dem Buch: W. von Eiff (Hrsg.), Speisenmanagement in der Sozialversorgung, Bad Wörishofen, 2013.


Ganzheitliches Beschaffungsmanagement

Medizin-ethische Handlungsmaxime bieten Orientierung für den Krankenhaus-Einkäufer


Das BVBG-Gütesiegel

Krankenhäuser stehen unter Kostendruck, was unbestritten ist. Umstritten dagegen ist die Frage, wie dem Kostendruck begegnet werden kann. Als Mitglied des Bundesverbands der Beschaffungsinstitutionen in der Gesundheitswirtschaft Deutschland e.V. (BVBG) hat Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff ein Konzept für ein ganzheitliches Beschaffungsmanagement erstellt, das Prozessoptimierung, Patientensicherheit und appropriate Medizin in den Vordergrund stellt und dem Preis dominierten Einkauf eine klare Absage erteilt. Anlässlich der BVBG-Sitzung am 06. Dezember 2013 in Berlin sowie des PEG-Forums Gesundheitswirtschaft am 10. April 2014 in München stellt Professor von Eiff sein Konzept vor.

Weitere Informationen:

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Ethischer Krankenhaus-Einkauf
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Professioneller Einkauf oder die "Zahl unten rechts"
Professioneller-Einkauf-oder-die-Zahl-un
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Ganzheitliches Beschaffungsmanagement
10 Thesen der P.E.G.


1. Die Gesundheitswirtschaft kann der Wachstumsmotor der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland sein.

2. Nur Gesundheitseinrichtungen mit unternehmerischen Freiheiten und konsequenter Patientenorientierung sind überlebensfähig.

3. Höchste Qualität bei der Leistungserbringung wird der entscheidende Erfolgsfaktor. Qualifizierte Mitarbeiter sind dabei eine wesentliche Erfolgsvoraussetzung.

4. Steigende Personalkosten durch Tarifsteigerungen halten den Druck auf Sachkosten weiter hoch.

5. Gesundheitseinrichtungen sind gut beraten, in die Leistungserbringungsprozesse strategische Partner mit einzubeziehen.

6. Bei der Sachmittelbeschaffung sollte die initiale und reflexartige Produktpreisbetrachtung einer Gesamtbetrachtung des Behandlungsprozesses, inklusive des Beschaffungsprozesses weichen.

7. Niedrige Produktpreise sind von Wichtigkeit aber nur ein kleiner Teil in der Gesamtkostenrechnung.

8. Indikationsgerechte Qualitätsdefinition, Komplexitätsreduzierung und Standardisierung im Dialog mit den Anwendern schafft Nachhaltigkeit innerhalb des Beschaffungsprozesses.

9. Im vertrauensvollen Miteinander können Gesundheitseinrichtungen und Industriepartner Lösungen finden, Qualität und Wirtschaftlichkeit bei der Sachmittelbeschaffung in Einklang zu bringen.

10. Die P.E.G. versteht sich als "Brückenbauer" zwischen den Partnern, um signifikante und nachhaltige Lösungen zu etablieren, die die Patientenversorgung auf höchstem Niveau sicherstellt.

 


Risikomanagement
im Krankenhaus
Handorf/Münster, 06. September 2013

Auf Einladung der Kanzlei Bergmann und Partner referierte Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff zum Thema "Risikomanagement: Der Risikoraum Krankenhaus - Konzepte und Instrumente zur Risikoreduktion".

Gerade vor dem Hintergrund, dass Krankenhäuser immer größere Schwierigkeiten haben, einen Versicherungsgeber zu finden und die Prämien der verbleibenden Anbieter deutlich steigen, wird Risikomanagement zum strategischen Erfolgsfaktor.


5. BME-Forum
Eikauf und Logistik im Krankenhaus
28.-29. August 2013
Frankfurt

Unter der Leitidee "Kosten optimieren, Prozesse flexibel gestalten, Qualität sichern" leitete Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff das diesjährige E+L-Forum.

In seinem Eröffnungsvortrag referierte Professor von Eiff über "Beschaffungsrelevante Trends im Gesundheitswesen" und deren Konsequenzen für Organisation und Führung von Einkauf und Logistik im Krankenhaus.

Darüber hinaus stellte Prof. von Eiff die aktuelle CKM-Studie über die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Krankenhaus vor, die auch Empfehlungen über Maßnahmen zur Verbesserung der Kooperation beinhaltete.


Neuerscheinung Buchpublikation

Speisenmanagement in der Sozialverpflegung

Satt werden oder Begeisterung empfinden?

In seiner Studie über den Zusammenhang zwischen Qualität der Speisenversorgung im Krankenhaus und Patientenzufriedenheit stellte Professor von Eiff fest, dass erlebte Service-Qualität eine zentrale Ursache ist für die Weiterempfehlungsbereitschaft von Patienten: positive Weiterempfehlung trägt zur Entwicklung eines Markenstatus bei und der Markenstatus führt im Meinungsbild der Öffentlichkeit zu einer "vemuteten medizinischen Qualität".

Diese und weitere Forschungsergebnisse sowie Best Practices im Speisen-Management hat Professor von Eiff in seinem Buch "Speisenmanagement in der Sozialverpflegung" zusammengefasst.

Die Speisenversorgung in Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Pflege-/Seniorenheimen ist Quelle der Patientenzufriedenheit, Marketingfaktor zur Positionierung im Wettbewerb und Rationalisierungsobjekt zugleich. Die zentrale Frage der Speisenversorgung in Gesundheitseinrichtungen lautet demnach: Soll der Patient oder Heimbewohner "satt werden" oder soll er durch schmackhaftes Essen "Begeisterung empfinden?"

Die vom Centrum für Krankenhausmanagement durchgeführte Studie "Patientenorientierung und Prozessoptimierung in der Speisenversorgung von Krankenhäusern" zeigt, dass sich jedes sechste Krankenhaus veranlasst sieht, eine Veränderung der eigenen Warmküchenverpflegung anzugehen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Sicherstellung der Hygienestandards, Unzufriedenheit der Patienten, absehbar notwendige Investitionen in Küchentechnik, Kostendruck und Sparzwang sowie Nutzung des Speisenmanagements als Marketingfaktor. In dieser schwierigen Entscheidungssituation kommt es darauf an, sich mit den verschiedenen Möglichkeiten der Speisenversorgung vertraut zu machen.

Genau hier setzt das vorliegende Werk an. "Speisenmanagement in der Sozialversorgung" liefert fundiertes Wissen und praxisorientierte Antworten zu den Fragen der Speisenversorgung in der Gemeinschaftsverpflegung mit Blick auf zentrale Qualitäts-, Wirtschaftlichkeits- und Marketingaspekte.

von Eiff, W. (Hrsg.), Speisemanagement in der Sozialverpflegung. Qualitäts-, Wirtschaftlichkeits- und Marketingaspekte der Verpflegung in Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Pflegeheimen. Holzmann Medien, Bad Wörishofen, 2013.

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Waschzettel Speisenmanagement in der Sozialverpflegung
Speisenmanagement_210x297_4c.pdf
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Gesundheitswirtschaft im Wandel

14. Fachtagung am
12. September 2013 in München

Fachforum Verpflegungsmanagement
Leitung: Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff

"Sparen an der Hygiene: Essen aus Kantinen ist oft Schuld an Krankheitsausbrüchen", so titelte DIE WELT am 06. Mai 2013.
In der Tat ist das Speisenmanagement in der Sozialverpflegung in Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Seniorenheimen Marketing-Faktor und Objekt der Kostensenkung zugleich.

In seinem Vortrag verdeutlichte Professor von Eiff, dass ein preisgünstigter Einkauf von Convenience-Speisenprodukten auf hohem Qualitätsniveau (insbesondere unter dem Aspekt der Hygienesicherheit) erreicht werden kann.

Dr. Margit Bölts (DGE) stellte die Anforderungen an ausgewogene Verpflegung in der Gemeinschaftsvepflegung dar und

Wilfried Hötzer (P.E.G.) erläuterte, wie Ernährungsqualität sichergestellt sowie überprüft werden kann.

Marcus Biedermann (Forum 99, Schweiz) berichtete über Best Practices im Verpflegungsmanagement von Krankenhäusern und Seniorenheimen.

Das nächste Fachforum findet am 8. Oktober 2014 anlässlich der 15. P.E.G.-Fachtagung in München statt.

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Interview zur Speisenversorgung in Krankenhäusern
Interview_Speisenversorgung.pdf
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POCT-Management

Die Ergebnisse mehrjähriger Forschung über klinische und ökonomische Effekte des Einsatzes von POCT-Technologien (Point of Care Testing), insbesondere in den Bereichen Infektions-Screening, Glukose-Monitoring und Notfallaufnahme hat Professor von Eiff in dem Buch "POCT-Management" zusammengefasst.

Kostendruck in Verbindung mit einer verstärkten quantitativen und qualitativen Beanspruchung der Ressourcen (Personal, Material, Technik, Ausstattung, …) zwingt die Krankenhäuser zur Optimierung der klinischen Prozesse mit dem Ziel Kostensenkungen bei gleichzeitiger tendenzieller Steigerung der medizinischen Qualität zu erreichen (= Paradigmenwechsel im Management-Verständnis von Krankenhäusern). Die Leistungsfähigkeit klinischer Prozesse wird gemessen an den Leistungskriterien:

  • Durchlaufzeiten / Wartezeiten
  • Medizinische Qualität (Komplikationen, Infektionen, Rückverlegungen, …)
  • Ressourcenverbrauch
  • Patientenbefinden (Outcome)
  • Kosten (direkte Kosten, indirekte Kosten, Opportunitätskosten, intangible Kosten)
  • Fehlerrate / Fehleranfälligkeit
  • Risiken (Eintrittswahrscheinlichkeit, Entdeckungswahrscheinlichkeit, Konsequenzen für den Patienten bei Eintritt)

Ein wesentlicher Beitrag zu Diagnose- und Therapiequalität sowie zu Prozesseffizienz und Kosten wird durch die Labordiagnostik geleistet. Umso bemerkenswerter ist, dass labordiagnostische Leistungen in besonderer Weise auf den ökonomischen Prüfstand gelegt werden.
So hält der Trend zum Outsourcing des Krankenhauslabors an. Insbesondere im Rahmen von Fusionen und Übernahmen werden gerade Laborleistungen zusammengelegt und an niedergelassene Labore ausgelagert. Die primäre Motivation ist getrieben durch das Ziel der Kostensenkung.
Andrerseits hat die Labordiagnostik auch strategischen Stellenwert, wenn es darum geht, neue Parameter im Rahmen innovativer Behandlungsregime (vorzugsweise: Personalisierte Medizin) einzuführen.
Weiterhin zeigt sich, dass eine Steigerung von Wirtschaftlichkeit und therapeutischer Effektivität klinischer Prozesse durch Point-of-Care Technologies bzw. Point of Care Testing (POCT) möglich ist.
Point-of-Care-Technologien (POCT) spielen im Patientenversorgungsprozess dort eine wichtige qualitätsfördernde, risikoreduzierende und ökonomische Rolle, wo es darauf ankommt, labordiagnostische Ergebnisse im Rahmen eines organisatorisch beherrschten Prozesses, zeitnah und mit verlässlicher Qualität verfügbar zu haben, um unmittelbar notwendige therapeutische Maßnahmen ein leiten zu können.

Zeitkritische medizinische Entscheidungsstrukturen mit ökonomischer Relevanz finden sich typischerweise im Bereich der Zentralen Notfallaufnahme (ZNA). Der Einsatz von POCT in der ZNA wirft folgende Fragen auf:

  • können POCT-Geräte dabei helfen, qualitätsstörende Varianzen aus klinischen Prozessen zu eliminieren?
  • Gibt es einen Zusammenhang zwischen Stabilität und Planbarkeit des Diagnoseprozesses einerseits und der medizinischen Qualität der Behandlung sowie dem Outcome des Patienten andererseits?
  • Können durch zeitnahe Verfügbarkeit bestimmter Laborparameter Personal, Medizingeräte, funktionsdiagnostische Bereiche in der ZNA und auf Station entlastet werden, so dass Kosten in Patientenversorgungsprozessen insgesamt gesenkt werden?
  • Ist es klinisch relevant, dass bestimmte Laborparameter (z. B.: D-Dimere zur Diagnose venöser Thromboembolien; TSH zur schnellen Abklärung von Kontrastmittelverträglichkeit NT-pro BNP zur Risikoerkennung bei AKS und Kongestiver Herzinsuffizienz; Troponin I/T zur Abklärungsdiagnose eines Patienten mit akutem Koronarsyndrom: NON-STEMI-Patient) in der schnellstmöglich zu organisierenden Zeit zur Verfügung stehen?
  • Haben bestimmte Laborparameter (z. B.: TSH) den Charakter eines Zeit limitierenden Faktors für den gesamten Diagnose- und Therapieprozess und werden dadurch Fehlsteuerungen des Patienten vermieden?

Aber auch im Stationsbereich lässt sich die prozessoptimierende Wirkung von POCT nachweisen; so z.B. auf Intensivstationen (Blutgase) sowie beim Monitoring von Diabetes-Patienten.

Das vorliegende Buch gibt Hilfestellung bei der Frage nach dem strategischen, medizinischen und ökonomischen Stellenwert von POCT. Am Beispiel von drei verschiedenen POCT-Anwendungsbereichen (Glukose-Monitoring, Notfallversorgung, Infektions- und Hygienemanagement) werden Ansätze zur Beurteilung des POCT-Einsatzes zur Diskussion gestellt. Darüber hinaus sind Management –Instrumente zusammengestellt, die dabei unterstützen, die medizinischen und ökonomischen Aspekte einer Investitionsentscheidung in POCT nachvollziehbar zu bewerten.
Damit hat dieses Buch den Charakter eines Leitfadens für strategisches und operatives Prozessmanagement unter besonderer Berücksichtigung von POCT als Investitionsobjekt.


von Eiff, W. (Hrsg.), POCT-Management. Klinische und ökonomische Effekte, Heidelberg, 2013.

Prof. von Eiff zum Thema Wiederaufbereitung von Einmalprodukten

Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff vom Centrum für Krankenhaus-Management äußerte sich zum Thema Wiederaufbereitung von Einmalprodukten in der Schweizer "SonntagsZeitung".
Prof. von Eiff beleuchtet hierbei insbesondere das Einsparpotenzial durch die Wiederaufbereitung. 

 

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Artikel Wiederaufbereitung von Einmalprodukten
Wiederaufbereitung_reuse-ch-sonntagszeit
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med+Logistica
Kongress für Krankenhauslogistik
15. und 16. Mai 2013, Leipzig

Auf dem diesjährigen med+Logisticakongress hielt Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff den Eröffnungsvortrag zum Thema "Best Practice Management im internationalen Vergleich: Lernen von den Besten". Anhand von 4 Thesen zum Personalmanagement, zum Thema Nachhaltigkeit in der Krankenhaus-Beschaffung, zur Infektionsprophylaxe und zum Change Management zeigte von Eiff, welche internationalen Industrieunternehmen auf welche Art mit ihren "Best-in-class solutions" zur Optimierung des Krankenhausbetriebs beitragen können.

Darüber hinaus leitete Professor von Eiff den Forums-Workshop "Einfluss innovativer Technik auf die Optimierung klinischer Abläufe und die Bereitstellung von Medikalprodukten". Im Mittelpunkt stand die Diskussion um den Einsatz elektronischer Versorgungsschränke, die Bedeutung von MTPS in der Thromboseprophylaxe und die Versorgung therapierefraktärer Wunden.

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Eröffnungsbericht zur MedLogistica 2013
Medlogistica2013_Eröffnungsbericht.pdf
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Trends im Beschaffungsmanagement
Prozesseffizienz, Nachhaltigkeit,
Ethik

Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff
auf dem propitalia Jahreskongress
in Ulm, 22./23. April 2013

An Hand von Thesen erläuterte Professor von Eiff, mit welchen Trends in der Krankenhaus-Beschaffung zu rechnen ist, wie sie sich auf Beschaffungsentscheidungen auswirken und welche Möglichkeiten sowie Handlungsnotwendigkeiten für ein professionelles Beschaffungsmanagement bestehen.

These 1:
Durch EU-Gesetzgebung und Markstrategien der Medizinproduktehersteller werden
-> kontraproduktive Rahmenbedingungen für nachhaltiges
     Beschaffungsmanagement geschaffen
-> aber auch Chancen eröffnet

These 2:
Der Kostendruck, insbesondere im Bereich des medizinischen Sachbedarfs, zwingt zu einem hybriden Einkaufsmanagement:
-> Einkauf orientiert an der "Zahl rechts unten"
und
-> Beschaffung orientiert an
     - Betriebsbereitschaftskosten und
     - Lebenszykluskosten

These 3:
Reparierbarkeit und Wiederaufbereitbarkeit werden zu relevanten Entscheidungskriterien im Beschaffungsprozesse
-> Hybride Medikalprodukte und
-> Limited Patient Use-Produkte
unterstützen das Ziel einer nachhaltigen, auf Ressourcenschonung ausgerichteten Beschaffungspolitik

These 4:
Design und Ergonomie von Medikalprodukten bestimmen deren Handhabbarkeit, Akzeptanz und Prozesswirksamkeit

These 5:
Der Wandel vom "Produkteinkauf auf Preis- und Konditionenbasis" zum "Einkauf von Prozessvorteilen" hat zwei Voraussetzungen:
-> Verwendung geeigneter medizin-ökonomischer Verfahren zur Bewertung der
    Prozessvorteile
-> Change Management als Einkaufsaufgabe

These 6:
Der Informationswert betriebswirtschaftlicher und ökonomisch orientierter Bewertungsverfahren ist bezogen auf Entscheidungssituationen im Klinikalltag begrenzt bis untauglich.

These 7:
Ethische Maxime spielen eine zunehmend wichtigere Rolle als Entscheidungskriterien in Beschaffungsprozessen: nicht zuletzt aufgrund der faktischen Umsetzung des Einkaufsmodells der Krankenkassen

 


Interprofessioneller Pflegekongress
18. und 19. April 2013, Dresden

Vortrag von Professor von Eiff zur klinisch-ökonomischen Rationalität der Thromboseprophylaxe.

 

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Artikel zum Thema Thrombosestrümpfe
Thrombosestrümpfe_mtd-2012_12-von-Eiff.p
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Mergers & Acquisitions
im Krankenhaus-Markt:

Das Campus-Konzept als strategische Option
Düsseldorf, 07. Februar 2013

Auf Einladung des Private Equity Forums NRW und der Kanzlei Taylor Wessing referierte Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff über das von ihm konzeptionell entwickelte und in seiner Funktion als Aufsichtsrat in der Kerckhoff-Klinik am Standort Bad Nauheim umgesetzte Campus-Konzept. Ein Campus besteht aus komplementären medizinischen Fachgebieten zur ganzheitlichen und hochspezialisierten Behandlung komplexer Krankheitsbilder. Wie Professor von Eiff zeigte, ist auf einem Campus der Übergang zwischen den Versorgungssektoren reibungslos.