2016      2015      2014      2013       2012       2011      2010       2009


2014

 

Nachbericht zum 6. Beschaffungskongress der Krankenhäuser

 

Der Beschaffungskongress der Krankenhäuser hat sich in den letzten Jahren als das Ereignis für Einkauf und Logistik in der Gesundheitsversorgung in Deutschland, Österreich und der Schweiz etabliert. Im Mittelpunkt stehen dabei nationale und internationale Erfahrungen und Trends sowie aktuelle Anforderungen an einen strategischen Krankenhauseinkauf. Der Kongress führt rund 500 Experten aus Gesundheitsversorgung und Gesundheitspolitik, Wissenschaft, Industrie und Beratung zusammen, um gemeinsam Optimierungspotenziale für den Einkauf zu erarbeiten.

So fand der 6. Beschaffungskongress am 03. und 04. Dezember 2014 im Humboldt Carré in Berlin statt. Die Themen der Fachforen werden von Wegweiser gemeinsam mit dem Centrum für Krankenhaus-Management erarbeitet. Es wurden die vier Themenfelder „Professionalisierung des Beschaffungsmanagements“, „Innovationsmanagement in Einkauf und Logistik“, „Organisations- und Entscheidungsprozesse im Beschaffungsmanagement“ sowie „Investition, Finanzierung und Controlling“ herausgearbeitet.

Neben der Entwicklung der Themenfelder gab Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff den Aufschlag im Fachforum zum Thema „Hebelwirkung innovativer Produkte für Qualität und Wirtschaftlichkeit (am Beispiel des Notfallpatienten)“, führte den Workshop „Der OP der Zukunft und die Rolle von Abdecksystemen“ durch und nahm an den Podiumsdiskussionen zum Thema „Gesundheitspolitik“ mit Vertretern wie Jens Spahn (Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU), Maria Klein-Schmeink (Gesundheitspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen) oder Harald Weinberg (Gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke) und „Partnerschaften zwischen Industrie und Krankenhaus“ teil.
 


E-Health, Big Data, Digital Health: Wege zur Konsolidierung der IT-Infrastruktur im Krankenhaus

 

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff vermittelte das 3. VISUS Symposium wichtige Einblicke in die Konsolidierung der Healthcare-IT: von der Zusammenlegung von Daten über die Verschmelzung von IT und Medizintechnik bis hin zur Steuerung der Healthcare-IT in Klinikketten.


Download
Konsolidierung der IT im Krankenhaus
VISUS_VIEW_Nr9_Konsolidierung.pdf
Adobe Acrobat Dokument 24.8 MB

1. Health Management Forum Münster

 

 Wir möchten Sie herzlich zum 1. Health Management Forum Münster am 07.10.2014 ins Factory Hotel in Münster einladen. Die neue Veranstaltungsreihe, die in Kooperation von der FOM Hochschule und dem Centrum für Krankenhaus-Management veranstaltet wird, findet unter dem Titel „Aktuelle Trends und politische Richtung im Gesundheitswesen“ statt.

 

 Im Rahmen von zwei Impulsvorträgen geben die beiden Referenten Herr Prof. Dr. Dr. Christian Thielscher und Herr Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff den Aufschlag zu einer Diskussionsrunde mit den Teilnehmern. Im Anschluss an die Diskussion findet ein Get together mit einem kleinen Imbiss statt. Hier bietet sich eine weitere Möglichkeit mit den Referenten und anderen Teilnehmern in lockerer Atmosphäre über aktuelle Trends und Themen im Gesundheitswesen zu diskutieren.

 

 Die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer im Anhang. Gerne dürfen Sie Kollegen und weitere Interessierte zu dieser Veranstaltung einladen. Die Veranstaltung im Factory Hotel auf dem Germania Campus (Grevener Str. 91) ist für alle Teilnehmer kostenlos!

 

Download
Flyer zum 1. Health Management Forum Münster
FOM857-MS_Health_Management_Forum_14_09_
Adobe Acrobat Dokument 172.2 KB

Medizinische Rehabilitation: Reha vor Rente und Reha vor Pflege

 

Professor von Eiff stellt Empfehlungskatalog vor

 

Die Anforderungen an die Rehabilitation wandeln sich als Folge des Phänomens der „alternden Gesellschaft“ grundlegend.

 

So ist das Durchschnittsalter der Patienten in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen, gleichzeitig nahm die Zahl der Nebenerkrankungen je Patient wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck, etc. zu. Auch die Zahl der Patienten mit Komplikationen wie z.B. Pleuraerguss nach Bypass-Operation hat sich merklich erhöht.

 

Mit den medizinischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Konsequenzen dieser Entwicklung setzten sich die Teilnehmer am „Forum: Stationäre medizinische Rehabilitation“ auseinander, das anlässlich des Demografiekongresses 2014 am 04. und 05. September in Berlin stattfand.

 

 Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff, wissenschaftlicher Leiter der REDIA-Studie, stellte zehn Empfehlungen für ein medizinisch angemessenes und wirtschaftliches Entlassungs- und Überleitungsmanagement der Patienten vom Akutkrankenhaus zur Reha-Klinik vor.

 

Weiterhin zeigte er, dass mit dem „Campus-Konzept“ eine wirtschaftliche und qualifizierte Versorgung von Patienten Sektor übergreifend sichergestellt werden kann.

 


 Buchempfehlung

 

 Wisdom Leadership in Academic Health Science Centers - Leading Positive Change

 

 von Margaret Plews-Ogan und Gene Beyt

 

 Weitere Informationen unter: www.genebeyt.com

 

 und unter: www.radcliffehealth.com

 


Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff held a presentation at the CASiM Conference at the HHL Leipzig Graduate School of Management

 

Efficiency and Quality Management:
How performant people and innovative medical products leverage clinical processes

 

 Most hospitals in Europe are currently facing the same opportunities and threats: The phenomenon of the Aging Society in combination with the spread of chronic diseases and severe illnesses in causing an increasing demand for medical services with more intensive treatment for multimorbid patients. Also, patients are becoming more demanding. They expect high-class medicine within a dignity-driven and painless healing environment. Yet, in the face of these increased demands, the financial limits have already been reached in all European countries. Therefore, hospitals will suffer from ever-increasing budget restrictions, which ultimately entail pressure to contain costs and to apply process reeingineering and continous performance improvement. Benchmarking and best practice management are successfully proven management tools for enabling hospitals to achieve a higher level of medical quality, patient outcome and service capability, while simultaneously containing costs. Such a daunting constellation of objectives can only be pursued through efficienct performance processes, whose output corresponds to patient's expectations and where the use of resources is optimal (meaning without wasted time, financial resources, materials, etc.). Simultaneously, it is important to bear in mind that a given hospital can secure a strong and lasting competitive position through an innovative configuration of medical and performance-based offerings.
Furthermore, especially in Germany hospitals suffer from a perceptible shortage of medical doctors, nurses and technicians. The Generation Y requires new types of division of work, prefers to work in teams, do not accept power-based authority and aims to ensure a work-life-balance. Under this conditions hospital managers are forced to organize controlled clinical processes, based on qualified staff, innovative medical products and intelligent organisational approaches that are able to gain outstanding results in terms of medical quality, economy and patient outcome. After this presentation the conference attendees

 

 > have a deep insight in the nature of "lean" clinical processes (patient-centered  
   and waste avoiding)

 

 > recognize the importance of cross-occupational cooperation and delegation of
    tasks, responsebilites and competencies from physcicans to nurses
    ('Delegation Cascade")

 

> understand how principles of medical ethical conduct (first do not harm to the
   patient; dignity; patient autonomy; informed consent) do influence the
   organisational design of clinical processes as well as purchasing decisions
   pertaining medical produchts and devices and

 

> are able to identify and assess international best practices in Human Resource
   Management and Business Process Reengineering

 

Download
Bericht zur CASiM-Conference
HCM-CASiM.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.3 MB

Radiointerview Professor von Eiff

 

Der Radiosender der Universität Leipzig, mephisto 97.6, hat am Rande der CASiM-Konferenz Herrn Prof. von Eiff zum Krankenhaus der Zukunft interviewt.

 

 Das Interview ist hier zu finden:

 

http://mephisto976.de/news/das-krankenhaus-der-zukunft-43666

 


 Gastkommentar von Prof. von Eiff im Handelsblatt erschienen

 

In der Handelsblattausgabe vom 12.06.2014 ist ein Gastkommentar von Prof. von Eiff und Prof. Pinkwart erschienen. Thema des Gastkommentars sind die aktuellen Entwicklungen im Gesundheits- und Krankenhauswesen.

 

Download
Gastkommentar Handelsblatt vom 12.06.2014
Gastkommentar_Handelsblatt.pdf
Adobe Acrobat Dokument 65.0 KB

Managementkompetenzen in Gesundheitsberufen gefragt

 

Ab Sommer 2014: Neuer MBA mit Fokus auf Hospital Management in Köln und Leipzig

 

 Der Fachkräftemangel im ärztlichen und pflegerischen Bereich stellt die Gesundheitseinrichtungen bereits jetzt und besonders in Zukunft vor eine Herausforderung.

 

Besonders betrifft es laut der aktuellen Studie „Arbeitsplatz Krankenhaus“ des Medizinökonomen Prof. Wilfried von Eiff von der HHL Leipzig Graduate School of Management die Stellenbesetzung in den Bereichen ärztliches Personal, IT-Management sowie Medizincontrolling und Pflegekräfte.

 

Personalverantwortliche in den Gesundheitseinrichtungen fragen sich innerhalb des tobenden „War for Talent“, wie sie qualifiziertes Personal gewinnen und an sich binden können. Da schlichtweg die Mitarbeiter auf dem Markt fehlen, könne die Personallücke quantitativ nicht geschlossen werden. Gefragt sei nun eine Qualitätsoffensive. „Jetzt müssen wir die Professionalisierung von Gesundheitsberufen aktiv angehen“, schlussfolgert Prof. von Eiff. 

 

Einen konkreten Beitrag hierzu macht Deutschlands traditionsreichste Wirtschaftshochschule. Ab Sommer 2014 startet an der HHL Leipzig Graduate School of Management das einzigartige berufsbegleitende MBA-Programm mit Spezialisierung auf „Hospital Management and Health Services“. Zielgruppe für die 24-monatige Weiterbildung, die in Leipzig, Köln und Phoenix/USA durchgeführt wird, sind Ärzte, leitende Angestellte in Krankenhäusern, Reha-Kliniken und Pflegeeinrichtungen sowie Führungskräfte in der Medizinindustrie und Verbänden. Die Teilnehmer des neuen Weiterbildungsangebots der HHL erweitern durch fallgestütztes, interaktives Lernen  ihre Führungs- und Managementkompetenzen und erschließen sich mit Hilfe von Best-Practice-Beispielen aus dem In- und Ausland innovative und lösungsorientierte Konzepte sowie Wege zu deren Umsetzung in ihrer eigenen Organisation.

 

Zur Relevanz eines Management-Programms für diese Personengruppen sagt Dr. med. Mohamed Ghanem, der als Chirurg am Universitätsklinikum Leipzig arbeitet und der den Teilzeit-MBA an der HHL absolviert hat: „Das Programm hat mir geholfen, eine andere Denkweise zu bekommen und einen patientenorientierten Medizinbetrieb auch unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu beurteilen.“ Ähnlich beurteilt Gunter Nerlich, Manager Strategisches Marketing bei der Vanguard AG Berlin den Lernerfolg: „Im MBA-Programm der HHL fand ich die optimale Möglichkeit, an einer renommierten Hochschule neueste unternehmerische Konzepte sowie Best-Practice-Beispiele im internationalen Kontext kennenzulernen, und mir innovative Management-Skills anzueignen. Die zahlreichen Kontakte und ein branchenübergreifender Erfahrungsaustausch haben mir beruflich enorm geholfen.“

 

Von innovativen und lösungsorientierten Managementkonzepten profitieren

 

Zu den Kursen im Schwerpunkt „Hospital Management and Health Services“ zählen u.a. „Process Management & Medical Controlling“, „Innovation Management and Communication“, sowie „Human Resource Management“. Die Struktur der 24-monatigen praxisorientierten Weiterbildung ist eine Kombination von 3 Blockwochen und 16 intensiven Kurswochenenden, die in Köln wie auch in Leipzig durchgeführt werden. Während einer internationalen Seminarwoche in Phoenix/USA erhalten die Teilnehmer zudem einen profunden Einblick in das Management amerikanischer Best-in-Class-Krankenhäuser.

 

Prof. von Eiff fasst zusammen: „Vor dem Hintergrund eines chronisch unterfinanzierten Gesundheitssystems profitieren die Teilnehmer des neuen Teilzeit-MBA-Programms mit Fokus auf Krankenhaus-Management und Gesundheitsdienstleistungen von innovativen und lösungsorientierten Managementkonzepten. Ziel sollte sein, mehr Qualität und Effizienz bei gleich bleibenden oder gar sinkenden Kosten im Gesundheitssystem zu erreichen, um Patienten und Angehörige auch in Zukunft auf hohem medizinischen Niveau sowie bei Vermeidung von Rationierung zu versorgen.“ Durch eine praxisorientierte akademische Weiterqualifizierung, so der Medizinökonom könne eine Professionalisierung in den Gesundheitsberufen erfolgen, die nachhaltig dazu beitragen könne, die klaffende Qualifizierungslücke zu schließen.

  

Berufsbegleitende MBA-Programm mit Spezialisierung auf „Hospital Management and Health Services“

Start: Sommer 2014

Dauer: 24 Monate

Struktur: 16 Kurswochenenden und 3 Blockwochen verteilt über 2 Jahre

Wo: Köln, Leipzig, Phönix/USA

Kontakt: www.hhl.de/hospitalmanagement

 

Weitere Informationen hier.

 


Gesundheitskongress des Westens 2014

 

 Veränderungspotenziale im Reha-System: Zukunftsfähigkeit der Reha

 

Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff hielt im Rahmen des Reha-Dialogs einen Vortrag zum Thema "Akut-Reha, Pflege, Nachsorge", in dem er ein 12-Punkte-Programm zur Sektor übergreifenden Zusammenarbeit zwischen Akut- und Reha-Bereich vorstellte. Weiterhin stellte er die Forderung auf, Reha-Leistungen aufwands- und qualitätsangemessen zu refinanzieren.

 

Seit 10 Jahren habe sich die Vergütung für medizinische Rehabilitation im GKV-Bereich deutlich verschlechtert, gleichzeitig seien die Anforderungen an die Reha gestiegen, insbesondere durch zunehmenden Medikationsaufwand sowie Wundmanagement.

 

Download
Publikation zum Thema Entlassungs- und Überleitungsmanagement
HuC_Sonderdruck-aus-10_2013-neu.pdf
Adobe Acrobat Dokument 1.5 MB

Thromboseprophylaxe

 

Mehr als 80.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an einer tiefen Venenthrombose und ca. 40.000 Patienten versterben an den Folgen, wobei 15 % aller tödlichen Lungenembolien sich nach operativen Eingriffen ereignen.

 

Die direkten Kosten einer Emboliebehandlung werden mit durchschnittlich 3.200 Euro kalkuliert; hinzukommen Opportunitätskosten pro Fall in Höhe von ca. 7.900 Euro in der Herzchirurgie.

 

Nach Feststellung der „Expertengruppe Thromboseprophylaxe“ sind MTPS klinisch wirksam, aber nur ein einziges auf dem Markt angebotenes Produkt erfüllt die funktionalen Anforderungen eines graduierten Druckverlaufs. Der Einkauf des „falschen Produkts“ und die unsachgemäße Handhabung können erhebliche klinische und juristische Komplikationen hervorrufen und mit hohen Kosten verbunden sein.

 

Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff hat für die „Expertengruppe Thromboseprophylaxe“ ein medizinisch und ökonomisch orientiertes Bewertungsverfahren entwickelt.

 

 Die Ergebnisse und Empfehlungen dieser Expertengruppe sind in dem Buch

 

Wilfried von Eiff (Hrsg.): Thromboseprophylaxe. Klinische und ökonomische Effekte von Prophylaxestrümpfen, München 2014, ISBN – 978-3-89935-290-0

 

zusammengefasst.

 


HOPE Congress in Amsterdam

 

Senior Hospital Management Forum - HOPE Congress 2014

 

We are delighted to invite you to attend Senior Hospital Management Forum at HOPE Congress which will take place on 27-28 May 2014 in Amsterdam at the RAI Exhibition and Convention Centre.

 

HOPE Congress is a 2-day, pan-European, free-to-attend, multidisciplinary conference and exhibition specifically dedicated to examining the most pertinent topics and key challenges within efficient hospital management and leadership.

 

 Organised by European Hospital and Healthcare Federation (www.hope.be); with a special keynote appearance from Andrzej Rys, Director for Health Systems and Products at the European Commission and key opinion leaders such as Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff, HHL Leipzig Graduate School of Management and  Center for Hospital Management Muenster, this event is not to be missed!

 

 HOPE Congress will put before you, in one day and in one place:

  • International best practice in hospital management and operation
  • Europe’s leading Facilities Managers
  • A look at cross-border collaborations 
  • Funding opportunities
  • Innovative technology solutions and E-health
  • Opportunity to network with over 800 colleagues across Europe
  • The new revisions to the Medical Device Directive for 2014 explained

Qualitätsmanagement im Krankenhaus-Einkauf

 

Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff leitet Workshop auf dem 13. DRG-Forum
13. / 14. März 201

 

Workshop 15: Neues Qualitätsbewusstsein im Einkauf
Patientenrechtegesetz und EU-Vorgaben nehmen den Einkäufer in die Pflicht, vermehrt auf Qualitätskriterien zu achten.

 

Das Produkt mit dem billigsten Stückpreis kann den Einkäufer bzw. seinen Arbeitgeber sehr teuer zu stehen kommen. Denn Krankenhauseinkäufer, die sich ausschließlich am Preis zu beschaffender Güter orientieren, gehen erhebliche juristische und finanzielle Risiken ein. Der aktuelle Rechtsrahmen verpflichtet den Einkäufer, Informationen über Qualitätsunterschiede der am Markt erhältlichen Medizinprodukte einzuholen. Ein ganzheitlicher Einkauf berücksichtigt daher qualitätsgerechte und betriebswirtschaftlich orientierte Entscheidungskriterien gleichermaßen, die die drei Referenten des Workshops mit unterschiedlichen Akzentuierungen dargelegt haben. Anton J. Schmidt führte aus, inwiefern Krankenhäuser, die in erster Linie preisorientiert einkaufen und die Produktqualität vernachlässigen, in der Konsequenz Patienten Risiken aufbürden, die durch eine qualitätsbetone Produktauswahl vermeidbar wären. Dr. Peter Gausmann stellte den Zusammenhang vom Einkauf zu Systemen des Qualitäts. und Risikomanagements im Krankenhaus her, indem er die Bedeutung des qualitätsbewussten Einkaufs im Rahmen eines umfassenden krankenhausbezogenen Qualitätsmanagements vertiefte. Hubert Klein erörterte die Auswirkungen des neuen Patientenrechtegesetzes auf die Arbeit des Krankenhauseinkäufers. Am Beispiel einer unterlassenen Thromboseprophylaxe zeigte Klein auf, warum die reine Kostenfixierung im Einkauf zu erheblichen Schadensersatzzahlenungen führen kann. Moderator Professor von Eiff stellte ein Kriteriensystem zur Beurteilung ganzheitlicher Einkaufsentscheidungen vor und zeigte dessen Anwendung an Praxisbeispielen.

 

Einen zusätzlichen Bericht finden Sie im Newsletter "MTD-Instant", Ausgabe 16/2014.

 

 Die Referenten

 

 > Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff,
   Geschäftsführer CKM - Centrum für Krankenhausmanagement, Münster

 

> Anton J. Schmidt
   Geschäftsführer P.E.G. Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft eG, München

 

> Dr. Peter Gausmann
   Geschäftsführer GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung mbH, Detmold

 

> Hubert Klein
   Rechtsanwalt, Lehrbeauftragter an der Katholischen Hochschule NRW, Köln

 


Generation Y und Feminisierung in der Medizin

 

Unter dem Titel "Generation Y und Feminisierung in der Medizin - Merkmale und Konsequenzen des War for Talent für den Arbeitsplatz Krankenhaus" veröffentliche Prof. von Eiff die Ergebnisse der CKM / HHL-Studie in der aktuellen Ausgabe der KU Gesundheitsmanagement (3/2014, S. 67-69). Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

 

 www.ku-gesundheitsmanagement.de


CKM / HHL-Team unterstützt äthiopische Krankenhäuser:

 

Modellstruktur zur Organisation und Führung von Krankenhäusern in Äthiopien entwickelt

                                    

Auf Einladung des Präsidenten der Universität Mekelle (Dr. Kindeya Gebrehiwet) und des Netzwerks „Etiopia Witten e.V.“ (Dr. Ahmedin Idris) besuchte das CKM/HHL-Team „Technical Support for the Ethiopian Health Care System“ u.a. das Gandhi Memorial Hospital in Addis Abeba (Direktor: Dr. Tibebe Bayou) sowie das Ayder Referral Hospital (Direktor: Dr. Amaneul Haile) in Mekelle mit dem Ziel, Vorschläge zur Effizienzverbesserung und Qualitätssteigerung der Führungs- und Organisationsstrukturen sowie der klinischen Abläufe zu entwickeln. Auftrag war es weiterhin, das für das Ayder Referral Hospital entwickelte Führungskonzept als „Blueprint“ / Modellstruktur zur Organisation und Führung äthiopischer Krankenhäuser zu gestalten.

 

 Organisationsanalysen zeigten, dass insbesondere in den Bereichen

 

>        Standard Operating Procedures,

 

 >        OP-Management und ITS-Belegung,

 

 >        Gerätemanagement (Wartung, Instandhaltung, Reparatur),

 

>        Labororganisation,

 

 >        Hygienemanagement,

 

 >        Organisation der Notfallversorgung sowie im

 

>        Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling

 

 Handlungsbedarf besteht.

  

Dem Team, das in den nächsten Monaten weitere Verbesserungsvorschläge erarbeitet, gehören an: Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff, Leiter des CKM (Münster) und des Center for Health Care Management and Regulation (HHL Leipzig Graduate School of Management), Dennis Haking M.Sc. (CKM/HHL) und Nele Franz M.A. (CKM, Münster).

 

Etiopia-Witten e.V. ist ein freiwilliges, privat initiiertes Netzwerk aus Ärzten, Medizin-Ökonomen und Krankenhaus-Managern, das sich zum Ziel gesetzt hat, Krankenhäuser in Äthiopien in der Anwendung neuer Diagnose- und Therapieverfahren zu schulen, Qualität und Effizienz klinischer Abläufe zu steigern sowie Medizintechnik und Medikalprodukte zur Verfügung zu stellen. Das Netzwerk versteht sich als „problemlösender Entwicklungshelfer“.

 

Weitere Informationen: www.etiopia-witten.de