2017      2016      2015      2014      2013       2012       2011      2010       2009


2015

 

Qualitäts- und Sicherheitsinitiative Endoprothetik 2015:

"Droht in der Medizin ein Lopez-Effekt?"

 

Trotz grundsätzlich hervorragender Ergebnisse, die sich mit modernem Gelenkersatz erzielen lassen, gibt es anhaltende, intensive Diskussionen in der Öffentlichkeit zum Thema der Sicherheit und Qualität in der Endoprothetik. Implantatversagen, Materialunverträglichkeiten, Konus- und Abriebproblematiken stehen dabei unter anderem im Fokus. Eine zunehmende und vor allem nachhaltige Verunsicherung der Patienten ist die Folge, obwohl beispielsweise die Hüftendoprothetik in Lancet zurecht als "Operation des Jahrhunderts" bezeichnet worden ist.

 

Fehlererkennung und Fehlervermeidung setzen einen kooperativen, objektiven und vor allem analytischen Umgang mit den existierenden Problemen voraus. Wechselseitige Schuldzuweisungen der an der Leistungserbringung beteiligten Professionen sind kontraproduktiv. Es gilt vielmahr, die Problemfelder zu erkennen, sie in ihrer ganzen Komplexität zu analysieren und strategisch anzugehen.

 

Die Konferenz, die am 05./06. November 2015 stattfand, wurde im Zusammenschluss von Ärzten, Vertretern der medizintechnischen Industrie, Ingenieuren und Grundlagenforschern ins Leben gerufen und konzipiert, um die Stärken, Schwächen und Grenzbereiche der Endoprothetik darzustellen und zu erörtern.

 

Professor von Eiff ging in seinem Vortrag mit dem Titel "Qualität und Sicherheit im Spannungsfeld von High-Tech und Low-Cost: Droht uns ein Lopez-Effekt?", auf die besonderen Risiken im Behandlungsprozess ein, die durch eine verfehlte Beschaffungspolitik verursacht werden.

 


Krankenhausreform stößt auf Kritik: Investitionsstau in Sachsen wächst

 

Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff äußerst sich in der Leipziger Volkszeitung vom 06.11.2015 zu den Inhalten und Folgen der Gröhe-Reform. In den Fokus geraten die Themen Pay-for-Performance, Finanzierung und Fachkräftemangel mit besonderer Berücksichtigung der Situation in Sachsen.

Download
Artikel aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.11.2015
LVZ06112015.pdf
Adobe Acrobat Dokument 408.1 KB

IFGS - Innovationsforum Gesundheit und Soziales für Vordenker

 

21./22. Oktober 2015, Essen

 

"Was bringen Erfindungen und Entwicklungen von Medizintechnik, Informationstechnologien und Dienstleistungen im Krankenhaus?"

 

Über diesen umfangreichen Themenkomplex diskutierten zwei Tage lang etwa 100 Geschäftsführer, Entscheider und Innovationstreiber der Gesundheitsbranche aus ganz Deutschland in der Philharmonie Essen.

 

Die Kliniken Essen-Mitte/Evangelische Huyssens-Stiftung/Knappschaft GmbH kooperierten hierzu als Veranstalter mit dem Internationalen Health Care Management Institut der Universität Trier sowie dem Centrum für Krankenhausmanagement der Universität Münster.

 

Im Zentrum der Veranstaltung stand der Begriff Innovation, mit seinen unterschiedlichen Facetten im Gesundheitswesen und in der Wirtschaft. Das Resümee der Veranstaltung: Innovation braucht nicht nur Bewegung sondern auch den ständigen Blick über den Tellerrand der Branche.

 

Prof. von Eiff hielt einen Kurzvortrag zum Thema: "Innovationstreiber und Innovationshindernisse: Warum es Innovationen schwer haben, zur Anwendung zu kommen"

 


Results from three studies highlight des value of a handheld, portable blood analyser in patient care

 

EuSEM congress 11th to 14th October 2015, Torino

 

Healthcare systems across Europe, including their emergency departments, are facing reduced funding and staff limitations while managing increased demand to reduce patient wait times and lengths of stays, decrease costs and improve patient satisfaction.

 

Now, innovative technologies such as point-of-care testing, which allows clinicians to run common blood tests near patients, can help address these issues. Key data is being presented at the European Society for Emergency Medicine (EuSEM) Congress (10–14 October 2015) in Torino, Italy, demonstrating how Abbott's point of care technology called i-STAT, a portable, handheld blood analyser, can help provide clinicians with the information needed within minutes to make quick and informed decisions in patient care.

 

"In emergency situations, minutes matter," says Dr Paul Jarvis, consultant in emergency medicine and one of the study authors. "The i-STAT can provide crucial test results quickly to help clinicians with decision-making and help improve timely patient management in emergency departments."

 

Three separate clinical studies conducted in France, Germany and the United Kingdom demonstrated key benefits of the i-STAT technology, which will be shared at presentations during the EuSEM congress:

 

"Point of Care Emergency Department Acute Rapid laboratory (PEARL): Win-Win for the Lab and for ED?" by Dr Eric Revue (Chartres, France)

 

Revue et al. (1) studied rapid point of care testing used in ambulances, which showed i-STAT technology proved useful in helping with diagnosis, decision-making and treatment in the mobile intensive care environment.

 

"Point of Care Testing in the Emergency Department: Impact of POCT-Technology on Efficiency and Effectiveness of the Treatment Process in EDs" by Professor Wilfried von Eiff (Muenster, Germany)

 

von Eiff et al. (2) analysed the effect of using point of care testing to address overcrowding in the emergency department (ED). Their data showed the average length of stay for patients in the ED was reduced by nearly an hour when using i-STAT. Additionally, the availability of troponin (a specific protein in the blood that can indicate injury to the heart, such as a heart attack) testing improved to 15 minutes using i-STAT (compared to an average of 72 minutes using traditional lab testing).

 

"Lab in the Emergency Department and Point of Care" by Dr Paul Jarvis (UK)

 

Jarvis et al. (3,4) presented highlights that introduced point of care technology and its impact of redesigning the emergency department. Data shows that implementing a rapid assessment pathway with i-STAT shortened the amount of time patients spend in the emergency department by an average of 53 minutes (41.1% reduction). Also, using point of care testing in a triage-based model to test for renal function in the emergency department was significantly quicker than using a using a centralized hospital laboratory with a median reduction of 20 minutes per patient (15.5% reduction).

 

To learn more about the presentations, please visit the EuSEM site at www.eusemcongress.org.

 

References:

  1. Revue E et al. Emergency Department and prehospital EMS (SMUR), Louis Pasteur Hospital , Chartres (France)Place of POCT iSTAT® in an MICU prehospital ambulance.
  2. Von Eiff W et al. University of Muenster, HHL Leipzig Graduate School of Management, Germany. Efficiency and Effectiveness of POCT Procedures.
  3. Jarvis P et al. Does rapid assessment shorten the amount of time patients spend in the emergency department? Br J Hosp Med 2014;75(11):648–5.
  4. Jarvis P et al. Can the Introduction of Point-of-Care Testing for Renal Function in the Emergency Department Reduce Overcrowding? Point Care 2015;14(1):42–44.

Ökonomisierung: Ein vermeidbarer Trend?

 

14. Europäischer Gesundheitskongress

30. September bis 01. Oktober 2015

 

Die zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitssystems verunsichert Ärzte und Pflegekräfte ebenso wie Versicherte, Patienten und Angehörige.

 

Vielen Menschen sorgen sich, dass die Medizin zunehmend von wirtschaftlichen Vorgaben in Form von Budgetbegrenzungen und Rationierungsmaßnahmen dominiert wird und dabei die Patientenfürsorge in Hintertreffen gerät.

 

Im Rahmen des von Anton J. Schmidt (Vorstandsvorsitzender der P.E.G.-Einkaufsgemeinschaft) geleiteten Workshops "Supply Chain Management: Ökonomisierung durch Dritte" hielt Professor von Eiff einen Vortrag zum Thema "Die Produktauswahlentscheidung: Was ist besser als ein niedriger Preis?"

 

Im Schwerpunkt seiner Ausführungen zeigte er auf, dass sicher nichts gegen niedrige Einkaufspreise einzuwenden ist, sofern die beschafften Produkte die gesetzten und notwendigen Funktionalitäts- und Sicherheitsanforderungen erfüllen. So plädierte er dafür, Beschaffungsentscheidungen nach den Kriterien der Lebenszykluskosten, der Betriebsbereitschaftskosten (inklusive Reparatur und Wiederaufbereitung), der Handhabungs- und Prozesszeiteffekte sowie der Patientensicherheit zu treffen.

 

Seinen "etwas anderen Bewertungsansatz" beschrieb er an zwei von ihm durchgeführten Praxisprojekten im OP-Bereich (Einsatz größenspezifisch standardisierter Sets für Knie-TEP-Eingriffe) und in der zentralen Notaufnahme (Einsatz von POCT-Technologie zur Bestimmung zeitkritischer Laborparameter).

 


Christliche Unternehmenskultur unter Veränderungsdruck

 

2. Kongress Christlicher Krankenhäuser in Mitteldeutschland

02. Oktober 2015, Leipzig      

 

Es zeichnet sich ab, dass die sich verändernden politischen Rahmenbedingungen insbesondere auf die christlichen Krankenhäuser erhebliche Auswirkungen haben werden. Besonders deutlich wird dies an den hohen Erwartungen, die den Krankenhäusern in kirchlicher Trägerschaft und nach christlichen Werten geführten Medizinanbietern von der Öffentlichkeit, den Patienten und Angehörigen sowie Mitarbeitenden entgegengebracht werden.

 

Ob und wie Diakonie und Caritas zusätzliche Qualitäten in das moderne Gesundheitswesen einbringen, war die zentrale Frage dieser Veranstaltung, die sich als Plattform für Berufsgruppen übergreifenden Dialog aller Beschäftigen in christlichen Krankenhäusern als Basis von Inspiration und Innovation verstand.

 

Professor von Eiff hielt den Eröffnungsvortrag zum Thema "Patienten- und mitarbeiterorientierte Krankenhausführung = Christliche Unternehmenskultur". Er zeigte auf, welche organisatorischen, führungstechnischen und unternehmenskulturellen Gestaltungselemente ein Krankenhaus charakterisieren, das den Anspruch hat, nach "christlichen Werten" zu führen und zu handeln. Er machte deutlich, dass es nicht ausreicht, christlichen Werten verpflichtet zu sein, sondern vielmehr geht es um die Frage, wie sich christliche Werte im Klinikalltag konkret umsetzen lassen. So zeigt sich das Prinzip der Fürsorge in Verbindung mit dem medizin-ethischen Prinzip "Primum nihil nocere" in der konkreten Ausprägung z.B. im Einkauf von Medikalprodukten, die dazu beitragen, Patientenrisiken auszuschließen: Sicherheit ist wichtiger als Profit durch Einkauf von Billigprodukten.

 

Weiterhin stellte er den Zusammenhang zwischen christlich geprägten Dienstleistungen und den Prinzipien einer heilungsfördernden Umgebung her.

 

Zum Thema "Ethik und Ökonomie in der Medizin" siehe auch hier.

 


Symposium LEITMARKT.GESUNDHEIT.NRW

 

29. September 2015, Münster

 

Das Symposium LEITMARKT.GESUNDHEIT.NRW "Innovationsfeld Hygiene - von der Wissenschaft in die Unternehmen, von Unternehmen in die Anwendung" stellte zur Diskussion, wie und an welchen (Schnitt-) Stellenentlang der Zusammenarbeit von Wissenschaft/Forschung, Unternehmen/Industrie und stationärer wie ambulanter Versorgung Hygiene-Innovationen entstehen. Das heißt, wie gelangen neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur anwendungsorientierten Weiterentwicklung in die Unternehmenslandschaft, wie entstehen Zugänge für Unternehmen und deren innovative Lösungen in die Versorgung (z.B. Kliniken, Arztpraxen oder MVZs, etc.)? Und wie können jeweils Anforderungen und Bedarfe vor- und rückkommuniziert werden zwischen den vorgenannten Akteurinnen und Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette?

 

Professor von Eiff ging in seinem Vortrag folgenden Fragen nach:

  • Warum Hygiene-Management?
  • Welche Innovationen existieren?
  • Welche Hindernisse stehen der Einführung von Innovationen entgegen?
  • Wie werden Innovationen bewertet?
  • Welche Lösungsansätze sind zu empfehlen?

Als wichtigste Erkenntnisse zeigte er auf, dass Investitionen in eine erfolgreiche Infektionsprophylaxe medizinisch, aus Patientensicht und ökonomisch zweckmäßiger sind als der Ansatz, an Hygienemaßnahmen zu sparen und nosokomiale Infektionen in Kauf zu nehmen. So verursacht z.B. ein MRSA-Patient im Durchschnitt 8.000 Euro Mehrkosten und blockiert ein Bett ca. 7 Tage länger als ein komplikationsfreier Patient.

 

Frau Dr. Anne Eva Lauprecht wies drauf hin, dass es nicht darum gehen kann, eine möglichst breite Maßnahmenpalette zur Hygienesicherheit zu realisieren, sondern gerade in Zeiten begrenzter Ressourcen darauf zu achten, Maßnahmen durchzuführen, deren hohe Wirksamkeit nachgewiesen ist.

 


DKB-Zukunftsforum

 

Strategien für die Arbeitswelt von morgen

 

24.-25. September 2015 auf Schloss & Gut Liebenberg

Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren grundlegend erneuert und befindet sich noch immer in einem rasanten Wandel. Die Digitalisierung von Unternehmensprozessen, veränderte Ansprüche junger Arbeitnehmer an ihren Arbeitsplatz und lebenslanges Lernen auf allen Geschäftsebenen prägen die Arbeitswelt von morgen. Unternehmen und Institutionen sind ihrerseits mehr denn je gefordert, regulatorische Anforderungen des Gesetzesgebers zu erfüllen, sich in ihren teils ausgesprochen komplexen Prozessen effizienter aufzustellen und weiterhin im Wettbewerb um Kunden und Fachkräfte zu bestehen.

 

Zur Diskussion stehen Strategien für die Arbeitswelt von morgen. Professor von Eiff war eingeladen, Einflüse auf die Arbeitswelt in der Gesundheitswirtschaft zu reflektieren und insbesondere den Zusammenhang zwischen medizinischen Qualitätsanforderungen des Gesetzgebers, Zunahme älterer Patienten, Ansprüche auf Work-Life-Balance durch die Generation Y, zunehmenden Kostendruck und Gestaltung der Arbeitswelt, transparent zu machen. Sein Thema: "Erfolgreiches Qualitätsmanagement im Medizin-Betrieb: Anspruch und Wirklichkeit".

 


Deutsch-Niederländisches Symposium

 

"Optimierungspotenziale nutzen am Beispiel von Telemedizin und Beschaffungsmanagement"

 

Auf dem von Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen, eröffneten Cross-Border-Kongress hielt Professor von Eiff einen Vortrag zum Thema "Ganzheitliches Beschaffungsmanagement in der Gesundheitswirtschaft". Der Kongress fand am 23. September 2015 im LWL Museum für Kunst und Kultur in Münster statt.

Download
Vortragszusammenfassung Beschaffungsmanagement
Ganzheitliches-Beschaffungsmanagement-im
Adobe Acrobat Dokument 200.4 KB

11. MARA-Kongress und HHL-Health Care Management Dialog auf dem Petersberg bei Bonn

Wege aus der Krise

 

Es gibt sie, die Strategieansätze für eine erfolgreiche Zukunft der Krankenhäuser in Deutschland. Das wurde auf dem HHL-Health Care Management Dialog / MARA-Kongress deutlich. Sie sind ein gutes Rüstzeug, doch an einem allgemeingültigen Weg in die Umsetzung im Krankenhausalltag muss stellenweise noch gearbeitet werden.

 

Download
Inhalte und Erkenntnisse des 11. MARA-Kongresses und des HHL-Dialogs
Erkenntnisse_11.MARA-Kongress.pdf
Adobe Acrobat Dokument 386.1 KB
Download
Vorbericht und Referenteninterviews zum 11. MARA-Kongress
MARA-Kongress-2015-_Vorbericht.pdf
Adobe Acrobat Dokument 441.7 KB

Konsequenzen der Gesundheitsreform

 

 Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff beurteilt die Eckpunkte des Gesundheitsstrukturgesetzes.

 

 In einem aktuellen Interview geht Prof. von Eiff folgenden Fragen nach: 

  • Welche Effekte erhofft man sich von einer Bezahlung nach dem Prinzip "Geld folgt Leistung"?
  • Welche Sachverhalte beeinträchtigen die Ertragslage der Krankenhäuser?
  • Welche Konsequenzen für Betriebskosten und Patientensicherheit hat der aktuell diagnostizierte Investitionsstau?
  • Wie sieht die Versorgungslandschaft in Zukunft aus und welche Rolle spielen Polikliniken, Portalkrankenhäuser und Netzwerke?
  • Welche Effekte hat das Förderprogramm "Pflege"?

Antworten finden Sie hier:

Download
Interview mit Prof. von Eiff zur Gesundheitsreform
Interview-Prof--von-Eiff_Gesundheitsrefo
Adobe Acrobat Dokument 563.8 KB

Jahreskonferenz der EHMA

 

Vom 15. bis 17. Juni 2015 fand in Breda, Niederlande die Jahreskonferenz der European Health Management Association (EHMA) statt.

 

Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff leitete dort einen Workshop zum Thema "Best Practice in Management". Im Rahmen des Workshops wurden sechs Best Practice Löstungen aus den Gesundheitssystem der Länder Spanien, Malta, Schweden, Österreich, USA und Deutschland vorgestellt und diskutiert.

 

Weiterhin präsentierte Dennis Haking vom CKM erste Studienergebnisse aus dem Projekt: „Die Rolle der Angehörigen bei der Betreuung und Versorgung von AMD (altersbedingte Makuladegeneration) Patienten“ im Rahmen einer Posterpräsentation. Das Projekt wird zusammen mit dem AMD Netz Deutschland durchgeführt und soll bis März 2016 abgeschlossen sein. Das CKM führt wissenschaftliche Auswertungen anhand von Workshop-Evaluationen sowie Patienten- und Angehörigenbefragungen durch. Ziel ist es, den Betreuungsbedarf- und aufwand der Angehörigen bei der Versorgung der AMD-Patienten zu bestimmen und daraus Workshop- und Schulungsinhalte sowie Handlungsempfehlungen abzuleiten, die optimal auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Angehörigen und Patienten abgestimmt sind.

 


Forum Spital 2015

 

Der demographische Wandel und somit der Anstieg von Patienten 65+ stellt das Gesundheitssystem vor schier unbewältigbare Probleme: Überlastung der Krankenhäuser und keine adäquate Vorbereitung auf den Anstieg älterer, meist chronisch-kranker Patienten. Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff referierte über den ökonomischen Nutzen eines effizienten Krankenhausmanagements zur Überwindung dieser Probleme in der Fachkonferenz zum "Multimorbiden Patienten" im Rahmen des "Forum Spital 2015" am 10. und 11. Juni 2015 in Österreich.

 


Governance and Management of Public Health

 

Peer Expert Symposium, Cairo

30th April 2015

 

In cooperation between the University of Cairo and the German Academic Exchange Service (DAAD, Cairo) the Peer Expert Symposium on Health Care Management was organized.

 

Background

 

Public hospitals face a lot of hurdles in governance, mangement and finance. University and teaching hospitals face additional pressures in balancing between treatment, education and reserach. Moreover, integrating medical research in hospitals and building research capacities in health managment and other related disciplines are integral components with great potential for impact on healthcare but still not materialized. Both, medical research and research in health management disciplines have impact on enhancing hospital performance and efficiency, which would create unparalleled success to improve the quality and affordability of healthcare services. Receently, there are ongoing debated in Egypt about public hospital refordm, new legislations for university hospitals and how to tackle these hurdles in a constructive manner.

 

Germany offers a good case presenting different models for governing public hopsitals and a wide diversity of success stories and lessons learnt in tackling these topics.

 

The aim of this Symposium is to address these topics in a peer expert environment by capitalizing on the knowledge and experience from the case of Germany in relevance to the Egyptian context. It is to create a roadmap to improve the performance of public hospitals to be empowered enough to meet their mission in the current complex environment.

 

The Symposium stands as an open space for knowledge transfer and dissemination to help enhance hospital capacities through institutional restructuring and proper research. It sheds light on the different governing struchtures of public hospitals in Germany and how they are organized and fuction. Moreover, there are insights on how medical research and research on healthcare management disciplines are arranged in Germany. In an interactive expert working group setting, the Egyptian case will be illustrated and experts will share their hands-on experience enabling the creation of applicable scenarios. Together further sustainability and knowledge transfer channels will be discussed and recommendations for the way forward will be elaborated.

 

Target Group

 

DAAD Alumini, senior hospital managers, leader and key decision makers from public hospitals and universities. Officials from Ministries of health, finance, planning and social solidarity in addition to multilateral organizations.

 

Contribution of the Center for Hospital Management

 

Professor von Eiff gave a presentation on “Governance, Management and Funding of German Public Hospitals” and facilitated an interactive working group in order to develop ideas for effective organizational structures, leadership approaches and knowledge transfer to implement in Egyptian Hospitals.

 


Klinische Textilien: Mehrweg im Vorteil

 

Der optimale Einsatz klinischer Textilien beeinflusst Arbeitsprozesse, Kosten und Qualität im Operationssaal. Die Vorteile von Mehrwegprodukten gegenüber Einwegvarianten in der Wäsche- und Bekleidungslogistik sowie Nachhaltigkeits-Kriterien im Beschaffungsmanagement beleuchtet Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff, Direktor am Center for Health Care Management and Regulation an der HHL Leipzig Graduate School of Management und Leiter des Centrums für Krankenhaus-Management (Uni Münster) am 7. Mai 2015 auf der med.Logistica.

 

„Bislang ist der Produktpreis für die Mehrzahl der Krankenhäuser das ausschlaggebende Kriterium für die Beschaffung von OP-Textilien. Vorteile bei Handhabung und Hygiene oder Auswirkungen auf die Prozesseffizienz spielen bei Beschaffungsentscheidungen weniger eine Rolle“, konstatiert Professor von Eiff. „Oft wird bei klinischen Textilien deshalb auf Einwegprodukte fokussiert. Künftig aber werden ökologische Eigenschaften an Bedeutung gewinnen sowie qualitative Leistungsmerkmale wie Reißfestigkeit, Hygienesicherheit, Klebefähigkeit, Thermoregulationswirkung, Tragekomfort und Flüssigkeitsaufnahme. Und hier sind Mehrwegtextilien überlegen.“

 

Weiter Informationen finden Sie hier.

 


14. Nationales DRG-Forum

19. und 20. März 2015, Berlin            

 

Auf dem von über 1.000 Teilnehmern besuchten DRG-Forum leitete Professor von Eiff zwei Workshops:

 

Der Workshop "Medizinprodukte auf dem Prüfstand" ging der Frage nach, inwieweit die geplante Nutzenbewertung nach §137 h SGB V zur Innovationsbremse wird. Die kontrovers geführte Diskussion zeigte, dass die Krankenkassen das neue Gesetz begrüßen, während Krankenhausvertreter befürchten, das bewährte Prinzip des Verbotvorbehalts würde faktisch abgeschafft. Weiterhin sehe man die Gefahr, dass der enorme Zeitdruck im Verfahrensablauf die Daten- und Beurteilungsqualität verschlechtere, so dass "Ablehnungen aus Unsicherheit" zur Innovationsbremse würden.

 

Der Workshop "Qualitätsorientierte Vergütung: Folgt das Geld nun der Qualität?" beschäftigte sich mit der Zweckmäßigkeit einer P4P-Vergütung für deutsche Krankenhäuser. Obwohl aus dem Ausland faktisch nur Negativerfahrungen vorliegen, drängen Gesetzgeber und Kostenträger auf die Einführung einer qualitätsorientierten Kontrahierung. Professor von Eiff sieht in einem P4P-System dann eine Chance zur Verbesserung der Leistungssteuerung im Gesundheitswesen, wenn in die Qualitätsbeurteilung insbesondere auch Indikatoren der Struktur- und Prozessqualität eingehen. In diesem Zusammenhang prägte er den Begriff des "Enabler Managements".