Berichterstattung


„health-i-care“ auf dem 8. Westfälischen Health Management Forum  Dortmund, 26. Juni 2018

„Management von Innovationen im Gesundheits- und Sozialwesen“

 

Steigerung der medizinischen Qualität, Verbesserung des Patienten-Outcome und Sicherung einer nachhaltigen Finanzierung gleichzeitig zu erreichen, ist die zentrale Herausforderung, vor der alle entwickelten Gesundheitssysteme in der Welt stehen. Erforderlich sind Innovationen in den Bereichen Medizin (Eingriffsverfahren), Technik, Infektionsbekämpfung (Labormanagement), Prozessorganisation und Finanzierung. Aber: Wie kommen Innovationen in das Gesundheitssystem? Welche Hindernisse stehen der Einführung innovativer Konzepte entgegen?  Welche Rolle spielen Anreiz- und Vergütungssysteme? Welcher Einfluss geht vom Gesetz- und Verordnungsgeber aus?

 

Welchen Stellenwert hat Change Management und welche konkreten Maßnahmen sind mit Change Management verbunden? Für die konstruktive Diskussion dieser und weiterer Fragen bot das 8. WHMF eine bewährte Informations- und Diskussionsplattform.

 

In seinem Eröffnungsvortrag stellte Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff dar, durch welche Merkmale Innovationen im Gesundheitsbereich gekennzeichnet sind, welche Innovationshindernisse den klinischen Alltag beeinträchtigen und inwieweit kontraproduktive Anreizsysteme die Einführung notwendiger Innovationen verhindern. Letzteres diskutierte Professor von Eiff u.a. an den Themen „Versorgung therapierefraktärer Wunden“ und „Lücken im Vergütungssystem für Infektionsprophylaxe“.  Er thematisierte das „Theragnostik-Problem“ als Phänomen das dazu führt, dass sinnvolle Maßnahmen zur prästationären sowie präoperativen Infektionsprophylaxe aus Kostengründen unterbleiben, weil Wirtschaftlichkeitsanalysen primär auf Basis von Out-of-Pocket-Berechnungen durchgeführt werden.